Pan is not in danger... it's in
Switzerland

Nachdem verschiedene Fachleute aus der Trinidader Panwelt die Schweiz
besucht haben, war kurz darauf im Sunday Mirror (29. August 1993, Peter
Hanoomansingh) der obige Artikel erschienen.
Die euphorischen Schlagzeilen müssen aber auch mit einer gewissen Distanz
betrachtet werden. Aufgrund von Umstrukturierungen in der Stahlindustrie in
Trinidad haben Tuner und Panbauer grosse Schwierigkeiten, die richtigen
Fässer für den Panbau zu erhalten. Die Tatsache, dass der Karneval vor der
Türe steht macht die Sache noch schwieriger. Die Tuner beklagen sich
ausserdem über die mangelnde Auswahl an verschiedenen Blechen und
Fassdurchmessern. Somit ist die Möglichkeit zu experimentieren und neue
Sounds zu entwickeln stark eingeschränkt.
In der Schweiz hat man besseren Zugang zu verschiedenen Blechen und den
verschiedenen Weiterverarbeitungsmöglichkeiten. So gesehen hat die Schweiz
für die Menschen aus Trinidad einmal mehr ein Schlaraffenland Image.
Dass der 'Panyard' in Trinidad eine gewisse Beachtung gefunden hat, ist
erfreulich. Die Idee einer Kommunikations-Plattform ist somit Realität
geworden.
Mit den Blackpans der PANArt Steelpan Manufaktur aus Bern ist sicher eine
neue Generation von Instrumenten entstanden. Die Entwicklung ist aber
vielschichtig und noch lange nicht abgeschlossen. Die Instrumente verlangen
auch eine neue Spielweise, und dadurch ergeben sich auch neue Klanggebilde.
Das Blackpan ist also weiter auf der Suche nach der Musik, die auf ihm
gespielt werden soll.
Christof Sommer
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