Steelband-Ausbildung in den
Vereinigten Staaten, aus Sicht der Northern Illinois University
Allan O'Connor / Clifford Alexis, Illinois USA
In den High Schools und Colleges hat das Steelpan hauptsächlich in den
achtziger Jahren Einzug gehalten.
Die Northern Illinois University (NIU), welche 1973 eine Steelband gründete
und 1980 einen Steelband-Kurs offerierte, war in dieser Bewegung immer einen
Schritt voraus. Dank den Bemühungen einiger Lehrer dieser Universität
organisierte die Percussive Arts Society das erste Panorama in den USA.
Dieses wurde 1987 in St. Louis abgehalten. Es nahm auch eine Steelband mit
schätzungsweise 110 Spielern teil. Alle Stücke waren von Cliff Alexis
arrangiert, und das erste Mal durch die Northern Illinois University
Steelband gespielt und aufgenommen. Diese Aufnahmen wurden schlussendlich an
die verschiedenen High Schools, Colleges und Universitäten geschickt, die am
Wettbewerb teilnahmen.
G. Allan O'Connor, der damals Professor für Percussion an der NIU war, hat
die dortige Steelband in den frühen Siebzigern ins Leben gerufen und
unterrichtet. Er tat dies hauptsächlich durch spielen, komponieren und
arrangieren.
In den frühen achtziger Jahren war er damit beschäftigt, andere Programme,
z.B. in den Vereinigten Staaten, in Canada, Neuseeland und China zu leiten.
Als O'Connor der stellvertretende Direktor der Musikschule wurde, engagierte
er Cliff Alexis als Panbauer und -tuner, Komponist und Arrangeur im
Steelbandprogramm der NIU.
Der Wechsel Alexis von der Minnesota Public School in St. Paul zu NIU,
ermöglichte ihm, mehr Zeit für sein Bauen und Tunen zu verwenden und an
anderen Schulen Steelbandprogramme zu starten. Er ist heut noch gern
gesehener Gastspieler in den vielen Schulen, in welchen seine Instrumente
gespielt werden.
Clifford Alexis ist in den Vereinigten Staaten eine sehr gefragte Person,
wenn es um die Leitung eines Sommer Workshops in Pan Tuning und Panspiel
geht. Er hält diese Sommer Workshops überall in den USA ab, meistens in
Zusammenarbeit mit Allan O'Connor oder mit bekannten Musikern aus Trinidad,
wie z.B. Ray Holman und Harold Headley.
Die gute Zusammenarbeit von O'Connor und Alexis, deren Absicht es war und
ist, das Pan auf einen hohen Standard zu heben, hat Früchte getragen. Die
beiden wurden von Pan Trinbago (Steelband Dachorganisation Trinidads. Auch
Organisatorin nationaler und regionaler Steelband Festivals) eingeladen, die
Funktion der Beobachter des nationalen Steelband Festivals auf Trinidad zu
übernehmen (1989).
Nach diesem Besuch wurde O'Connor eingeladen, einer der Richter am Pan Is
Beautiful VI Wettbewerb zu sein (1992). Daneben führten O'Connor und Alexis
die Steelband NIU 1992 nach China. Die zehntätige Tour des 24-köfigen
Orchesters wurde ein voller Erfolg.
Clifford Alexis wurde danach nach China eingeladen, um dort ein
professionelles Paninstrumentarium zu bauen. Die Steelband, die dieses
Instrumentarium erhielt ist sehr aktiv.
Die Gründe für das Wachstum der Panszene in den Staaten ist nicht schwierig
zu erklären. Das Instrument, und die faszinierende Musik, die üblicherweise
darauf gespielt wird, ist ein Grund dafür, dass das Pan Anklang findet und
Fuss fasst.
Das wachsende Interesse an multikultureller Ausbildung trägt dazu bei, wie
auch die grossen Möglichkeiten des Steelpans, was die Percussion Ausbildung
betrifft.
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Die WurzelnDa das Steelpan überall
auf der Welt Anklang findet und sich verbreitet, ist es sehr wichtig sich
zweier Dinge immer zu erinnern:
Die Wurzeln des Steelpans sollten immer im Gedächtnis behalten werden, und
die Entwicklung des Pans sollte durch nichts eingeschränkt werden, es sei
denn, es dient einer künstlerischen Idee. |